Review at metalroxx.com
Da im Mai ja so manches VÖ über das deutsche Label STF-Records veröffentlich wurde, kommen wir nun von Spanien in das benachbarte Baden-Württemberg. Dort haust eine Kombo, welche sich scheinbar in Rekordtempo eine tödliche Schneise durch das Heimatland und die allgemeine Metalszene bahnen möchte, denn THY FINAL PAIN bringen nun innerhalb eines Jahres schon bereits ihr zweites Album auf den Markt und setzen damit ein eindeutiges und vor allem fleißiges Zeichen. Oftmals ist es mit dem kreativen Fluss nicht so vorteilhaft, wenn man ihn zu schnell schröpft, aber bei dieser Kombo trifft genau dies Gott sei Dank nicht zu.
Dies wiederum könnte aber auch daran liegen, dass sich dieses Quartett um die zwei ehemaligen Debauchery-Mitglieder Bassist Marc und Gitarrist Simon schart, und man somit auf dem Gebiet des höllisch groovenden und durchschlagskräftigen Death Metal-Parkett auf bereitetem Gebiet tanzt. Der selbstproduzierte und vermarktete Vorgänger „Epitaph" aus dem Jahr 2008 war schon fett, aber das nun über STF erscheinende „...Of Life And Death“ soll noch fetter sein – wird werden es herausfinden!
Richtig, THY FINAL PAIN walzen auch mit „...Of Life And Death“ alles platt was sich ihnen in den Weg stellt – und das im mörderischen Mid-Tempo, damit man auch ja jeden einzelnen Knochen brechen hört! Im Gegensatz zu Debauchery klingen diese Herren dann nicht wie eine abgespackte, tödliche und vor allem auf Dauer langweilige Form von AC/DC vs. Six Feed Under, sondern bleiben eigenständig und brutal. Also mich erinnern sie am ehesten an die englische Panzerbrigade Bolt Thrower – und das ist ja schonmal nicht der schlechteste Vergleich! Die Riffs killen mächtig, bahnen sich ihren Weg in die Gelenke um von dort aus glallte Durchbrüche zu vollbringen. Die tief grollenden Stimmen der beiden Hauptakteure künden von der absoluten Vernichtung und würden die Drums nun noch unbarmherzig, präzise und unaufhaltsam über das Schlachtfeld rollen wäre es perfekt – doch leider klingen sie eher wie aus der mechanischen Maschine! Schade für Schlegelklopper Lukas.
Gleich der Opener „Hate Anthem“ drückt enorm nach vorne, die Growls sind derbe und die Riffwand lässt einen frontal dagegen rumpeln, bevor es mit „Lords of Doom“ leicht old-schoolig zur Sache geht. „Bloodsaturated Perpetuity“ lässt dann wieder seine Entstehungszeit in den Vordergrund treten, klingt modern, frisch, vertrackt – und dennoch über alle Maßen tödlich! Tonnenschwer und unverfälscht englisch bricht der Titelsong über einen hinweg und „A Bullet For Reincarnation“ frisst sich zäh, aber zielstrebig in das eh schon gemarterte Fleisch der Hörerschar – einfach nur geil! „Hail The Sick“ ballert dann auch mal geradewegs raus, entfacht die völlige Zerstörungswut, bevor das Midtempo wieder die Überhand gewinnt. Der Rausschmeißer „The Real Crusade“ erinnert man dann extrem stark an die kanadischen Holzfäller von Kataklysm und bescheert mir so auch noch ein einprägsames Ende eines wahrlich guten Albums!
Im Gegensatz zum Vorgänger kann man sich an diese elf Death-Metal-Monster eher erinnern, da sie einfach nicht so komplex sind und einfach länger im Gehirn verweilen! Wenn THY FINAL PAIN nun auch noch das klinisches Drumming aus ihren Kompositionen verbannen, dann kratzt man oder erreicht man spielend leicht die Höchstnote.
Wer ist Debauchery – hier sind THY FINAL PAIN und die wissen wie man Eigenständigkeit schreibt und umsetzt!






